Jahresbericht 2011

Presseinformation / 26.2.2012

Das Jahr 2011 stand für Fraunhofer IMS im Zeichen der Stabilisierung des im Vorjahr erreichten hohen Niveaus. Bei einer steigenden Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr belief sich der Betriebshaushalt 2011 auf 25.8 Mio. Euro. Somit konnte das gute Ergebnis aus 2010 noch leicht gesteigert werden.

Projekt-Kooperationen und Allianzen
Das Fraunhofer IMS konnte innerhalb der HTA – Heterogeneous Technology Alliance das erste multinationale Projekt gewinnen  Die HTA ist eine Allianz von vier großen europäischen anwendungsnahen Forschungsinstituten: Das CEA Leti (Frankreich), der Verbund der Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft (Deutschland), das CSEM (Schweiz) und VTT (Finnland). Das Hauptziel der HTA-Zusammenarbeit ist es, Partnerschaften mit der europäischen Industrie anwendungsorientiert aufzubauen.

Im Geschäftsfeld Hochtemperaturelektronik wurden in 2011 weitere Chipdesignprojekte akquiriert. Damit sind unsere SOI CMOS-Prozesse eine hervorragende Technologieplattform für Hochtemperaturanwendungen mit Betriebstemperaturen von bis zu 250°C.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma ELMOS im Bereich der CMOS-Prozesse sowie mit der Firma Infineon im Bereich der SOI-Hochovoltbauelemente konnte auch in 2011 ausgebaut werden.

Im Februar 2011 ist Herr Dr. Trieu am Fraunhofer IMS ausgeschieden und dem Ruf an die Technische Universität Hamburg-Harburg gefolgt, wo er das Institut für Mikrosystemtechnik leitet. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft mit Herrn Prof. Trieu zusammenarbeiten zu dürfen.

Unter der Leitung von Herrn Dr. Tom Zimmermann wurde die Arbeitsgruppe „Biohybride Systeme“ weiter ausgebaut. In diesem Bereich verknüpfen die Ingenieure biologische und biochemische Parameter mit Elektronik. Die Entwicklung biohybrider Systeme ermöglicht vollkommen neue Zugänge zu den Märkten: Life Sciences, Medizin, Chemie, Umwelt, Lebensmittelindustrie und Sicherheitstechnik.

Events 2011
Im 26. Jahr des Fraunhofer IMS wurde das Mikrosystemtechniklabor fertig gestellt und am 22. Juni offiziell eröffnet. Ministerin Schulze, Staatssekretär Rachel und der Fraunhofer Forschungsvorstand Prof. Buller waren unsere Ehrengäste bei der Eröffnung des neuen MST-Lab&Fab. Dort wird die klassische CMOS-Technologie um das „Post-Processing“ erweitert. Herkömmliche CMOS-Wafer werden nachträglich mit weiteren Schichten aus unterschiedlichen Materialien versehen, was eine Fülle von zusätzlichen Funktionen und damit neue Einsatzbereiche ermöglicht. Das Fraunhofer IMS strebt mit dieser strategischen Weiterentwicklung die Erschließung neuer Märkte in der Medizintechnik, Gebäudetechnologie und der Industrieelektronik an.

Ein weiteres Highlight 2011 war die Jubiläumsfeier anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Fraunhofer-inHaus-Zentrums. Hier werden erfolgreich die Potenziale und Kompetenzen von mehreren Fraunhofer-Instituten und über 80 Wirtschaftspartnern gebündelt, um zukunftsorientierte Produktkomponenten und Systemlösungen für Wohn- und Nutzimmobilien zu entwickeln, zu erproben und bis zur Marktreife zu führen.

Beim Anwenderforum für Drahtlose Sensorik in Industrie und Logistik im November ging es um die Frage, wie zukünftig Fertigungs- und Logistikprozesse in der Industrie optimiert werden können und welche Vorteile dabei drahtlose Technologien im Vergleich zu kabelgebundenen Systemen bieten. Mehr als 50 Teilnehmer sprachen über technische Herausforderungen und deren Lösungn anhand von konkreten Anwendungsbeispiele.

Gemäß den Normen ISO13485 und IEC62304 für Medizingeräte auditierte der TÜV Süd eine Hard- und Softwareentwicklung aus dem Fraunhofer IMS. Damit ist ein weiterer Entwicklungsschritt für diese Medizinanwendung erreicht worden.

Ebenfalls im November fand das inHaus-Forum unter dem Motto „Die Energiewende im Gebäude -Trends und Lösungen für zukünftige Energiesysteme“ statt. Das Schwerpunktthema Energieeffizienz in Räumen und Gebäuden richtete sich an Dienstleister, Versorger, die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, die Hersteller von Gebäudetechnik aller Art, an Architekten, Fachplaner und Handwerker, aber auch an Interessierte aus Forschung, Politik und den Anwendungsbereichen von Immobilien wie Office, Hospital, Pflegeheim, Hotel.

Ich danke allen Geschäftspartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Mein  besonderer Dank gilt unserend Mitarbeitern, die durch ihren Einsatz den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Erfolg im Jahr 2011 ermöglicht haben. Trotz der derzeitigen Währungsturbelenzen im Euroraum und den damit verbunden schwierigen Marktaussichten sehen wir uns gut für die Zukunft gerüstet.