LiDAR für Mensch-Roboter-Kollaborationen (MRK)

LiDAR (Light Detection And Ranging) ermöglicht nicht nur autonomen Fahrzeugen ihre Umgebung sicher zu erfassen, es ermöglicht auch, dass Mensch und Roboter in der Produktion sicher Hand-in-Hand zusammenzuarbeiten.

 

Bei den Entwicklungen für autonomes Fahren ist LiDAR (Light Detection And Ranging) eine Kerntechnologie um die Umgebung in Echtzeit 3-dimensional zu erfassen. Diese Technologie ist jedoch nicht nur auf diese Anwendung beschränkt. Ist bei Rasenmäh- und Staubsaugrobotern oder bei selbstfahrenden Robotern in Lagerhallen die Nähe zum autonomen Fahren noch einfach erkennbar, so ist dies bei stationären Robotern in der industriellen Produktion schon schwerer. Aber auch hier muss vermieden werden, dass der Roboter bei seinen Bewegungen mit anderen Gegenständen oder Menschen kollidiert.

Bislang werden die Roboter hierzu in Käfige platziert oder ihre Umgebung mit Lichtschranken überwacht, um Mensch und Roboter sicher voneinander zu trennen. Sollen Mensch und Roboter Hand-in-Hand zusammenarbeiten (kollaborative Roboter), ist eine solche strikte Trennung jedoch nicht mehr möglich. Wie beim autonomen Fahrzeug kann auch hier LiDAR eingesetzt werden, um die Umgebung in Echtzeit 3-dimensional zu erfassen und somit die Bewegungen des Roboters auf Menschen in seiner Umgebung abzustimmen. Somit wird es möglich, dass Mensch und Roboter ohne Gefährdung eng miteinander arbeiten.

Die am Fraunhofer IMS entwickelten LiDAR-Sensoren zeichnen sich durch ihre hohe Störsicherheit gegenüber Umgebungslicht auch unter wechselnden Beleuchtungsbedingungen aus. Zusammen mit  ihrer eindeutigen 3-dimensionalen Erfassung der Umgebung bieten sie somit eine zuverlässige Basis für eine sichere Mensch-Roboter-Kooperation.